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20.12.2017 - 06:47 Uhr

"Wir verstehen uns blind" - Pegestorfs Ex-Torjäger Adem Avci stellt sich den Fragen der Redaktion

Hameln (mm). Zweimal spielte Adem Avci beim TSV Pegestorf und sorgte in den Strafräumen des Landkreises Holzminden für Angst und Schrecken. So traf er in der Saison 2013/2014 gleich 37-mal ins Schwarze. Im Gespräch mit der Redaktion blickt Avci auf seinen Werdegang, warum sein Wechsel zur Reservemannschaft des SC Paderborn 07 geplatzt ist und er sich beim SV Lachem-Haverbeck so wohlfühlt.

Redaktion: "Adem, mit wie vielen Jahren hast du mit dem Fußballspielen angefangen und woher kommt deine Faszination für den Sport?"

Adem: "Ich bin mit 3 Jahren aus der Türkei nach Hameln gekommen. In der Türkei haben mein Vater und mein Onkel Fußball gespielt, sodass sie mich schnell mit dem Sport infiziert haben. Im Verein habe ich aber erst mit acht Jahren bei der SG Hameln 74 begonnen."

Redaktion: "Den Großteil deiner Jugendzeit hast du aber beim FC Preußen Hameln 07 verbracht."

Adem: "Genau. Durch Hassan Hamadi bin ich relativ schnell bei Preußen Hameln gelandet. Hier habe ich bereits mit meinen jetzigen Teamkollegen Yalcin Ulus und Egzon Musliji zusammen gespielt."

Redaktion: "Du standest sogar im Aufgebot als Preußen Hameln noch in der Herren-Oberliga gespielt hat. Wie kam es dazu?"

Adem: "Der damalige Trainer Kai Oswald hatte sich ein paar Spiele bei der A-Juniorenmannschaft angeschaut und hat mich als 17-jährigen dann schließlich ins Aufgebot der Oberligamannschaft berufen. Auch wenn ich nur Einwechselspieler war, war es eine tolle Erfahrung bei Spielen in Meppen, Langenhagen oder Oldenburg dabei zu sein. Zudem durfte ich bei Freundschaftsspielen gegen Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf mein Können unter Beweis stellen."

Redaktion: "Und dann folgte die Insolvenz... Wie ging's für dich dann weiter?"

Adem: "Ich habe noch ein Jahr bei den A-Junioren vom HSC BW Tündern in der Niedersachsenliga gespielt, ehe ich zur SSG Halvestorf-Herkendorf in den Herrenbereich gewechselt bin. Über Bad Oeynhausen bin ich dann im Landkreis Holzminden bei Pegestorf gelandet."

Redaktion: "Im Landkreis Holzminden hast du viele Tore geschossen. Ihr hattet in der Saison 2013/2014 die große Chance auf den Aufstieg. Warum hat es beim Relegationsheimspiel gegen den WTW Wallensen deiner Meinung nach nur zu einem 2:2 gereicht?"

Adem: "Wir waren uns nach den Führungstreffern einfach zu sicher. Dass Daniel Hake in den Schlussminuten als Torwart das Tor erzielt hat, war die Krönung."

Redaktion: "Eigentlich warst du zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie weg. Stimmt es, dass du vor einem Wechsel in die zweiten Mannschaft vom SC Paderborn standest?"

Adem: "Ja, das stimmt. Ich habe einen Monat auf Probe unter Rene Müller in Paderborn mittrainiert und hatte nach zwei Wochen bereits meine Zusage bekommen. Der Vertrag war schon so gut wie unterschrieben, da wurde Markus Krösche, der zuletzt bei Leverkusen unter Roger Schmidt Co-Trainer in der Bundesliga war, neuer Trainer. Er war der Auffassung, dass ich nicht ins Konzept passen würde, sodass der Wechsel dann doch noch geplatzt ist."

Redaktion: "Du hast es dann aber doch noch einmal höherklassig probiert und bist zum SC 1911 Kapellen-Erft in die Oberliga in NRW gewechselt. Wie kam es dazu?"

Adem: "Ich wollte es noch einmal probieren und habe in NRW bei einigen Mannschaften vorgespielt. Auch wegen meines Onkels, der dort in der Nähe lebt, hatte ich mich für Kapellen-Erft entschieden. Der Trainer hat mich dort als rechter Mittelfeldspieler aufgeboten, sodass ich die ein oder andere Vorlage gegeben hat. Aus familiären Gründen bin ich dann wieder zurückgegangen. Über Pegestorf und Wallensen bin ich schließlich beim SV Lachem-Haverbeck gelandet."

Redaktion: "Bei Lachem läuft es für dich sehr gut."

Adem: "Ja, ich fühle mich dort sehr wohl. Die Gespräche mit Trainer Tarik Oenelcin verliefen sehr gut. Ich bin zeitgleich mit meinen Kumpels Egzon Musliji und Yalcin Ulus dort hingewechselt. Wir sind somit wieder vereint. Yalcin ist für mich der beste Abwehrspieler und Egzon der beste Spielmacher in der Bezirksliga. In meiner ersten Saison habe ich 33 Bunden gemacht und zwölf Tore vorgelegt. Viele meiner Tore habe ich Egzon zu verdanken. Wir verstehen uns auf dem Platz blind. In der laufenden Saison stehe ich bei elf Toren und elf Vorlagen."

Redaktion: "Im letzten Jahr seid ihr Dritter und du bist zugleich Torschützenkönig geworden. Wo siehst du euch in dieser Saison?"

Adem: "Die Tabelle hat derzeit aufgrund der vielen Spielausfälle wenig Aussagekraft. Unser Ziel ist auf jeden Fall ein Platz unter den ersten 5 Mannschaften."

Redaktion: "Auch in dieser Saison seid ihr bei den Quali-Hallenturnieren um den DeWeZet Supercup dabei. Beim TBH-Cup seid ihr gleich Zweiter geworden. Welche Ziele habt ihr?"

Adem: "Wir wollen wieder voll angreifen und das Beste aus uns rausholen. Mit Egzon Musllji, Yalcin Ulus und Flamur Dragusha haben wir sehr gute Hallenspieler in unseren Reihe. Ich denke wir wieder eine gute Rolle spielen."

Redaktion: "Du bist jetzt 25 Jahre alt. Bleibst du auch in der nächsten Saison in Lachem oder möchtest du nochmal etwas Neues versuchen?"

Adem: "Ich werde in der nächsten Saison auf jeden Fall in Lachem bleiben. Wir sind sportlich auf dem richtigen Weg und haben auch privat viel miteinander zutun, sodass ich nur betonen kann, dass ich mich sehr wohlfühle."

Redaktion: "Wir wünschen dir weiterhin alles Gute."

Adem: "Danke."

Foto: AWesA

Weitere Interviews der Interviewreihe:

PART I: Emil Nasufovski vom SV06 Holzminden

PART II: Fabian Cornelsen von der Kreisauswahl Holzminden

PART III: Fuat Kazan vom FC Stadtoldendorf

PART VI: Björn Bettermann vom TSV Lenne

PART V: Dario Winter vom TSV Pegestorf

PART VI: Julian Maaß von der SSG Halvestorf

 

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