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19.12.2017 - 06:43 Uhr

88 Bezirksligatore in 5 Jahren - Halvestorfs-Goalgetter Julian Maaß im Gespräch

Bodenwerder/Halvestorf (mm). Ein Torjäger war Julian Maaß schon zu Bodenwerderaner Zeiten, doch dass er in einer Bezirksligasaison 30 Tore schießen würde, hätten ihm wohl die wenigsten zugetraut. Mittlerweile ist 26-jährige bei der SSG Halvestorf-Herkendorf zu einem echten Top-Angreifer gereift. Im Gespräch mit der Redaktion blickt er auf seine Anfänge im Landkreis Holzminden zurück und verrät zugleich was ihn als Spieler ausmacht und was er in den nächsten Jahren noch vorhat.

Redaktion: "Julian, du hast jetzt schon vor 5 Jahren den Landkreis Holzminden in Richtung Halvestorf verlassen. Hast du den Kreisfußball noch im Blick?"

Julian: "Ich wohne und arbeite in Bodenwerder. Dementsprechend verfolge ich die Kreisliga insbesondere die Ergebnisse meines Heimatvereins."

Redaktion: "Wo hast du deine Jugend verbracht?"

Julian: "Ich habe mit 5 Jahren beim SCM Bodenwerder mit dem Fußballspielen angefangen. Bis auf ein Jahr, wo ich mit der JSG Ith im Bezirk gespielt habe, habe ich meine gesamte Jugend in Bodenwerder verbracht."

Redaktion: "Als Eigengewächs hast du dann zunächst in der 1. Kreisklasse deine ersten Einsätze bekommen."

Julian: "Genau. Da ich im Januar Geburtstag habe, durfte ich Anfang 2009 meine ersten Herrenspiele für Bodenwerder bestreiten. Wir sind in dem Jahr auch gleich aufgestiegen und in der Folgesaison wieder abgestiegen."

Redaktion: "Warum bist du nach dem Abstieg mit der Mannschaft trotz Anfragen zurück in die 1. Kreisklasse gegangen?"

Julian: "Ich wollte erst einmal weiterhin Erfahrungen im Herrenbereich sammeln und dem SCM etwas zurückgeben. Bodenwerder ist mein Heimatverein, den ich trotz des Abstieges immer in guter Erinnerung behalten werde."

Redaktion: "Dein Verbleib hat sich bezahlt gemacht. Es folgte der Aufstieg. Die Erwartungen waren dann hoch, da noch einige Spieler vom TSV Kirchbrak zu euch gewechselt waren. Ihr seid aber hinter den Erwartungen geblieben. Warum hast du die Mannschaft dann im Winter zur SSG Halvestorf-Herkendorf verlassen?"

Julian: "Zum einen war ich ziemlich über den Saisonverlauf enttäuscht, zum anderen wollte ich die Chance im Bezirk zu spielen nutzen. Da ich viel mit Manuel Lehnhoff zutun habe und er zudem Zeitpunkt bei Halvestorf gespielt hat, hatte er mir von der SSG erzählt. Es war eine rein sportliche Entscheidung. Ich blicke sehr gern an die Zeit in Bodenwerder zurück."

Redaktion: "War es für dich schwer in der Bezirksliga anzukommen?"

Julian: "Ich hatte in meiner ersten Halbserie berufsbedingt Schwierigkeiten bei den Trainings und Spielen dabei zu sein. Ich bin dementsprechend selten zum Zug gekommen. Dies hat sich nach der beruflichen Veränderung dann zum Glück verbessert."

Redaktion: "88 Bezirksligatore in 5 Jahren ist eine Bilanz, die sich ein Stürmer wünscht. Was zeichnet dich deiner Meinung nach aus?"

Julian: "Ich bin ein sehr ehrgeiziger Spieler, der immer beim Training ist, sich für das Team einsetzt und im Spiel möglichst immer in Ballnähe ist. Seitdem mein Bruder Sascha da ist, spiele ich hinter ihm als hängende Spitze, was mir sehr entgegen kommt."

Redaktion: "Seit letzter Saison bist du sogar Kapitän bei der SSG. Wie kam es dazu?"

Julian: "Das hat unser damaliger Trainer Ralf Fährmann so bestimmt. Ich denke das habe ich mir durch meinen Teamgeist, den ich an den Tag lege, erarbeitet. Ich komme mit jedem klar und fühle mich in Halvestorf auch sehr wohl."

Redaktion: "Du hast im letzten Saisonspiel der vergangenen Saison gegen den TSV Bisperode beim 6:5-Sieg einen Fünferpack geschnürt und deiner Mannschaft den Klassenverbleib quasi im Alleingang gesichert. Zu Beginn der Saison lief es dagegen noch nicht so rund. Woran lag das?"

Julian: "Schwer zu sagen woran das gelegen hat. Wir hatten ein paar Verletzte und Urlauber und konnten nur auf einem Ausweichplatz trainineren. Zudem sind viele Spiele ausgefallen, sodass wir nie richtig den Rhythmus gefunden haben. Wir sind erst mit den Spielen auf den Kunstrasenplätzen wieder richtig in Fahrt gekommen. Derzeit sind wir hinter Barsinghausen die zweitbeste Mannschaft, die sich auf diesem Geläuf wohlfühlt."

Redaktion: "Auch in der Hallenrunde um den DeWeZet Supercup seid ihr wieder dabei. Wie schwer war es für dich dort Fuß zu fassen?"

Julian: "Ja, im Kreis Hameln-Pyrmont wird auf die Hallenrunde vielmehr Wert gelegt. Für mich war es zunächst etwas ungewohnt Woche für Woche bei Hallenturnieren auf dem Parkett zu stehen. Ich muss aber sagen, dass ich mich mit meiner Mannschaften auch dort sehr wohlfühle. Ich hatte mir anfangs von den technisch starken Spieler das ein oder andere abgeguckt. Die Hallenrunde macht den Zusammenhalt im Kreis Hameln-Pyrmont einfach einzigartig. Wir wollen auch in diesem Jahr eine gute Rolle spielen. Vielleicht ist ja wieder ein Pokal drin."

Redaktion: "Wo willst du am Ende der Saison mit der SSG stehen?"

Julian: "Wir wollen nichts mit dem Abstieg zutun haben und am Ende der Saison auf einem gesicherten Mittelfeldplatz stehen."

Redaktion: "Im letzten Jahr war ich dabei, als ihr beim Awesa Allstargame gegen den Regionalligisten 1. FC Egestorf-Langreder gespielt habt. Was war das für ein Gefühl in der Hamelner Auswahlmannschaft mit dabei zu sein?"

Julian: "Ich war auch schon im Vorjahr dabei, als wir gegen sie 1:1 gespielt haben. Es war natürlich ein absolutes Highlight für mich - auch wenn uns die Mannschaft von Egestorf, insbesondere Kevin Schumacher, der im Vorjahr noch mein Mitspieler in der Auswahl war, diesmal nicht unterschätzt hat."

Redaktion: "Welche persönlichen Ziele hast du noch? Möchtest du mit 26 Jahren den nächsten Schritt wagen oder kannst du dir sogar eine Rückkehr in den Kreis Holzminden vorstellen?"

Julian: "Erst einmal möchte ich mit der SSG die Saisonziele erreichen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen es mal in der Landesliga zu probieren. Eine Rückkehr in den Landkreis Holzminden könnte es in einigen Jahren aber auch geben. Das möchte ich nicht grundsätzlich ausschließen."

Redaktion: "Danke für das Gespräch. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute."

Julian: "Gern. Macht weiter so!"

Weitere Interviews der Interviewreihe:

PART I: Emil Nasufovski vom SV06 Holzminden

PART II: Fabian Cornelsen von der Kreisauswahl Holzminden

PART III: Fuat Kazan vom FC Stadtoldendorf

PART VI: Björn Bettermann vom TSV Lenne

PART V: Dario Winter vom TSV Pegestorf

Foto: mm

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